“Nous sommes profondément ébranlés” – BVV bekundet Solidarität mit Frankreich

Die BVV Reinickendorf hat zu Beginn Ihrer ersten Sitzung im Jahr 2015 den Opfern der Attentate auf die Zeitschrift Charlie Hebdo, ein jüdisches Geschäft und die Ermordung von Polizisiten in Paris mit einer Schweigeminute gedacht. Reinickendorf hat als Bezirk im ehemaligen französischen Sektor und durch die Partnerschaft mit dem Pariser Vorort Antony enge Verbindungen mit Frankreich.

In Anwesenheit von Madame Clemence Weulersse, als Vertreterin der französischen Botschaft, verabschiedete die Bezirksverordnetenversammlung einstimmig eine Resolution in französischer Sprache, in der die Anteilnahme und Solidarität mit den Menschen in Frankreich zum Ausdruck gebracht wurde.

Nous sommes profondément ébranlés par les horribles attentats qui ont frappé la France. Nos pensées sont auprès des familles des victimes ; nous partageons leur deuil et celui de tous les Français.

Par leurs attaques brutales contre la rédaction de « Charlie Hebdo » et contre un magasin juif de même que par les meurtres commis sur des policiers, les meurtriers ont détruit des vies humaines.

Mais eux et ceux qui les soutiennent voulaient plus : ils veulent détruire ce qui fait le fondement de notre identité européenne, l´esprit des Lumières, la liberté de pensée, les valeurs fondamentales de la Révolution française : liberté, égalité, fraternité, la défense des droits de l´homme.

Et plus encore : ils veulent diviser la société française, ils veulent diviser la société européenne. En se réclamant faussement de l´islam pour justifier leurs crimes, ils acceptent de discriminer tous les musulmans d´Europe.

Nous ne tolérerons ni cela ni une nouvelle flambée de l’antisémitisme.

Nous sommes solidaires de nos amis en France et nous nous sentons liés avec eux en tant qu´Européens.

Nous nous savons unis dans cette solidarité avec tous les hommes de bonne volonté en Allemagne, indépendamment de leur origine et de leur confession.

Hier die deutsche Übersetzung des Textes:

Wir sind zutiefst erschüttert von den schrecklichen Attentaten, die Frankreich getroffen haben. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer; wir teilen ihre Trauer und die Trauer aller Franzosen.

Mit ihren brutalen Angriffen auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und auf ein jüdisches Geschäft sowie mit der Ermordung der Polizisten haben die Mörder Menschenleben zerstört.

Aber sie und ihre Unterstützer wollten mehr: sie wollen das zerstören, was die Grundlage unserer europäischen Identität ausmacht - den Geist der Aufklärung, das freie Denken, die fundamentalen Werte der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die Wahrung der Menschenrechte.

Und mehr noch: sie wollen die französische Gesellschaft, sie wollen die europäische Gesellschaft spalten. Indem sie den Islam für ihre Verbrechen missbrauchen, nehmen sie in billigend in Kauf, dass die Muslime Europas ausgegrenzt werden.

Das werden wir genauso wenig zulassen, wie einen wieder aufflammenden Antisemitismus.

Wir sind mit unseren Freunden in Frankreich solidarisch und fühlen uns mit ihnen als Europäer verbunden.

Wir wissen uns einig in dieser Solidarität mit allen Menschen guten Willens in Deutschland gleich welcher Herkunft, welchen Bekenntnisses sie sein mögen.

 

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