Pressemitteilung: „Flüchtlinge und Sportler nicht gegeneinander ausspielen“

SPD-Fraktion Reinickendorf fordert Erhalt des Sportcenters in der Treuenbrietzener Straße im Märkischen Viertel

Die SPD-Fraktion Reinickendorf fordert, die Fläche in der Treuenbrietzener Straße 36 im Märkischen Viertel von der Liste der geplanten Modulbauten zur Flüchtlingsunterbringung zu nehmen und einen anderen Standort in Reinickendorf zu benennen.

Wir sind fassungslos darüber, dass die Modulbauten nicht auf einer freien Fläche errichtet werden sollen, sondern dafür ein etabliertes Sportangebot im Märkischen Viertel weichen soll“, erläutert Gilbert Collé, Fraktionsvorsitzender der SPD in der BVV Reinickendorf, die Forderung nach einer Änderung auf der zwischen Bezirk und Senat vereinbarten Liste: „Es ist absurd, dass jetzt ausgerechnet Sportflächen vernichtet werden sollen, um Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen, die im Augenblick in Turnhallen versorgt werden müssen.“

Bezirksbürgermeister hätte alternativen Standort finden müssen

Wir haben kein Verständnis dafür, dass der Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU), der sich sonst immer als Schutzpatron der Reinickendorfer Sportler sieht, ausgerechnet diesem Standort zugestimmt hat.“ Die SPD-Fraktion fordert den Bezirksbürgermeister deshalb auf, in Gesprächen mit dem Berliner Senat einen anderen, geeigneteren Standort in Reinickendorf zu benennen: „Die Unterbringung und Integration der geflüchteten Menschen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, da darf sich der Bezirk Reinickendorf nicht verweigern. Es kann aber nicht sein, dass Sportler und Flüchtlinge gegeneinander ausgespielt werden.

Die SPD-Fraktion fordert deshalb den langfristigen Erhalt des Sportcenters: „Senat und Bezirks haben in den letzten Jahren gemeinsam mit der GESOBAU viel dafür getan, um das Märkische Viertel als Wohnquartier aufzuwerten. Es wäre völlig kontraproduktiv, jetzt bestehende Infrastruktur abzubauen.“

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