Bezirksstadtrat Maack (AfD) sorgt mit seinem Verhalten für Irritationen in der BVV

In der ersten Arbeitssitzung der Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) war der verzögerte Dienstantritt von Bezirksstadtrat Maack Thema. Er plant derzeit seine Arbeit erst zum 1. Dezember dieses Jahres und nicht unmittelbar nach seiner Ernennung aufzunehmen.

Für Unverständnis sorgte in der BVV-Sitzung, dass Herr Maack nicht vor seiner Wahl den verspäteten Dienstantritt in der BVV angekündigt hatte, insbesondere, weil die Bezirksverordneten besonderen Wert auf eine schnelle und vollumfängliche Handlungsfähigkeit des Bezirksamts gelegt hatten. So wurde die Wahl der Dezernenten und des Bürgermeisters bereits in der konstituierenden Sitzung der BVV im Oktober vollständig abgeschlossen. „Es hätte der Respekt gegenüber den Bezirksverordneten geboten, dass der zukünftige Dezernent persönlich über den verspäteten Dienstantritt informiert.", bedauerte der Erste Stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gerald Walk.

Die Erklärung von Herrn Bezirksbürgermeister Balzer konnte so verstanden werden, dass die neu zugeschnittene Abteilung mehrere Wochen auch ohne permanente Hausspitze arbeiten könne, da in Notfällen der stellvertretende Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) als Vertreter zur Verfügung stehe. Diese Sichtweise stieß - über die Fraktionen hinweg - nicht überall auf Verständnis.

Für Irritationen sorgte indes, dass der derzeit beurlaubte Bezirksstadtrat Maack als Gast im Zuschauerraum während der BVV-Sitzung anwesend war, jedoch nicht nach den Fragen aus der Bezirksverordnetenversammlung auf die fragenden Bezirksverordneten zukam. „Es bleibt weiter abzuwarten wie der neue Bezirksstadtrat Akzente im Stil und programmatisch setzen will.", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Koch.

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