PM: Großer Andrang in der Sitzung des Verkehrsausschus-ses zum Waldseeviertel

Immer mehr Menschen drängten sich in den Gängen des Reinickendorfer Rathauses. Spontan wurde die Sitzung des Verkehrsausschusses am 09.01.20 in den großen Saal verlegt, in dem sonst die Bezirksverordnetenversammlung tagt. Grund für den großen Andrang war die Teilnahme von vielen Mitgliedern der seit 2014 bestehenden Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung im Bereich der Schildower Str. in Hermsdorf. Denn es stand wieder mal der Durchgangsverkehr im Waldseeviertel auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses.

Als Sprecher der Bürgerinitiative berichtete Prof. Karl Michael Ortmann recht eindrücklich von den Belastungen, denen die Menschen im Waldseeviertel aufgrund des immensen Durchfahrverkehrs ausgesetzt sind. Tausende Autos fahren täglich durch die kleinen Straßen, die für derartige Verkehrsmassen nicht ausgebaut sind. Er berichtet von Unfällen und alarmierender Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.

Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) hatte zuvor diverse Maßnahmen vorgestellt, die in den vergangenen Jahren zur Verkehrsberuhigung von ihrem Dezernat engagiert ergriffen wurden.

Doch von der Bürgerinitiative durchgeführte Verkehrszählungen ergaben, dass dies nicht zu einer Verringerung des Verkehrsaufkommens in der Waldseesiedlung geführt hatte. Deswegen fordert die Initiative nun eine Sperrung einiger Straßen in ihrem Viertel für den motorisierten Verkehr.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Marco Käber kommentiert die Sitzung: „In Anbetracht des großen Leidensdruckes, der sich eindrücklich durch die gefüllten Zuschauerbänke manifestierte, ist den Ausschussmitgliedern klar geworden, dass nun doch weiteres Handeln erforderlich ist.

Allerdings ist man sich über die genauen Modalitäten derzeit noch uneins. Diskutiert werden muss beispielsweise noch die exakte Dauer einer probeweisen Straßensperrung und die Art und Weise, wie diese praktisch umgesetzt werden kann.

Wir werden alles geben, um gemeinsam mit den anderen Parteien eine Lösung zu finden,  die eine Verbesserung der aktuellen Situation herbeiführt“, erklärt Marco Käber abschließend.

Reinickendorf, 17.01.2020

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