PM: Busnutzer sehen die Rücklichter – Reinickendorf braucht die Verkehrswende im ÖPNV

Bus_hinten
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Reinickendorf ist beim motorisierten Verkehrsanteil in Berlin ganz oben. Leider nicht beim ÖPNV. Ein Bus ersetzt 100 PKW-Fahrten - dies hat sich bis zum Bezirksamt noch nicht herumgesprochen. Weder wird einer der stärksten Umsteigepunkte, nämlich die Haltestellen am U-Bahnhof Alt-Tegel, nach heutigen modernen Gesichtspunkten barrierefrei und fahrgastfreundlich umgebaut, noch werden mit der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr bereits in 2018 abgestimmte Busspuren in Reinickendorf zeitnah angeordnet. So ist seit 2018 in der Karolinenstraße von An der Mühle bis Am Tegeler Hafen eine Busspur vorgesehen, damit bei Stau die Busse der Linien 125, 124, 133, 220 und 222 pünktlicher am U-Bahnhof ankommen. „Ärgerlicherweise wurde dies bis heute noch nicht umgesetzt trotz der zentralen Bedeutung für die nördlichen Ortsteile des Bezirks“, so der Umweltausschussvorsitzende, Ulf Wilhelm, SPD.

Immerhin wird nach der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage von Ulf Wilhelm eine weitere Busspur auf dem, für die Erschließung des Märkischen Viertels wichtigen, Wilhelmsruher Damm nach der Fahrbahnsanierung zwischen Schorfheidestraße und Königshorster Straße voraussichtlich im September 2020 eingerichtet. Die Anordnung erfolgte bereits im Januar 2020. 

Zwei weitere Busspuren in der Gotthardstraße und der Holländerstraße sind ebenfalls noch nicht umgesetzt worden. Gerade Busspuren sind wichtig, damit die Reisegeschwindigkeit der gelben BVG-Busse wieder erhöht wird. Bisher sinkt diese seit Jahren - auch wegen Demonstrationen und Baustellen - immer weiter ab.  Dies verschlechtert die Attraktivität des ÖPNV erheblich. 

Die SPD-Fraktion Reinickendorf hält die Umsetzung der Anordnung der noch nicht markierten Busspuren im Bezirk für äußerst wichtig, damit der Busverkehr die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer wieder pünktlicher und zuverlässiger an ihre jeweiligen Ziele bringen kann.

Reinickendorf, 28.07.2020

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