Kultur

Kulturarbeit und außerschulische Bildung sind als sogenannte freiwillige Leistungen weiterhin, insbesondere im Bezirkshaushalt, anders als die gesetzlichen Pflichtaufgaben, starkem Druck ausgesetzt. Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen haben für die Sicherung dieser Bereiche gesorgt. Die kulturellen Einrichtungen des Bezirks müssen erhalten bleiben.

So hat die SPD geführte Koalition die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die kulturelle Bildung in Schulen, Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen auf hohem Niveau gefördert werden konnte. Wir sind überzeugt, dass die Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern der bildenden Kunst, der Musik und von Theatern einen besonderen Beitrag zur kulturellen Bildung von jungen Menschen beiträgt. Dies wollen wir in der nächsten Legislaturperiode weiterführen.

Die dezentrale Kulturarbeit ist nach wie vor wichtig und konnte fortgesetzt werden. Deshalb wollen wir

  • die Förderung auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
  • die Kulturelle Bildung durch Projektförderung weiterführen.
  • Kulturveranstaltungen in guter Qualität anbieten und wieder ein attraktives Freiluftkonzert im Sommer organisieren.

Die SPD ist stolz auf die einzigartige Sammlung der Graphothek Reinickendorf. Wir setzen uns deshalb

  • für eine Stärkung des Ankaufsetats ein.
  • für eine intensivere Werbung für diesen Kunststandort ein, damit mehr Menschen die Einrichtung nutzen können.

Bibliotheken, Volkshochschule und Musikschule erfüllen vielfältige Bildungsangebote. Wir werden deshalb

  • den Medienetat weiterhin stärken und das Bemühen um erweiterte, flexible Öffnungszeiten in den Bibliotheken unterstützen.
  • für flächendeckende Angebote der Volkshochschulen und Musikschulen eintreten.
  • den Zugang zu elektronischen Medien wie z.B. Hörbüchern zu stärken.
  • die Bemühungen, einheitliche Standards in den Bezirken herbeizuführen, unterstützen.

Interkulturelle Vielfalt

Berlin hat durchschnittlich einen Anteil an Migranten/innen von 25,7 %. In Reinickendorf haben fast ein Viertel der Menschen einen Migrationshintergrund. Trotz vieler Erfolge in der Integrationspolitik in Berlin, müssen in den Bezirken weitere Anstrengungen unternommen werden, um alle Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und den sozialen Aufstieg zu ermöglichen.

Uns ist bewusst, dass die finanziellen Ressourcen des Bezirks für soziale Belange begrenzt sind. Dennoch wird es in Zukunft darauf ankommen, alle gesellschaftlichen Gruppen an der Integration zu beteiligen. Der Bezirk soll die Koordination der verschiedenen Beteiligten übernehmen. Jede gesellschaftliche Gruppe (Politik, Betriebe/Unternehmen, Schulen, Bürgerinnen und Bürger, Bildungsträger u. a. sollte ihren Teil zur Integration beitragen.

Wir wollen

  • dass weitere Beratungs- und Unterstützungsstellen für Menschen mit Migrationshintergrund eingerichtet werden.
  • dass Mitarbeiter/innen des Bezirksamts im sozialen Bereich regelmäßige Fortbildungen zur interkulturellen Kompetenz erhalten.
  • die Umsetzung des Berliner Partizipations- und Integrationsgesetzes vorangetrieben wird.
  • in Zusammenarbeit mit den Unternehmen in Reinickendorf die Aufstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund fördern.
  • interkulturelle Begegnungen und gemeinsames Lernen in der außerschulischen Bildung und der Freizeitgestaltung gestärkt werden.